Category: Games

Jan42008

Battlefield 2 Mod: Project Reality

Die Zahl von Spielern der Battlefield 2 Mod: Project Reality steigert sich spürbar jeden Tag. Hatte es zu Zeiten der Version 0.5 noch sehr wenige Server, so sind jetzt in v0.7 über zehn (10) akzeptable Server à 64 Spieler verfügbar. Was reizt denn nun die Spielergemeinde eine BF2-Mod herunterzuladen, die 2 Gigabyte wiegt?

Alle für einen, einer für Alle

In Project Reality ist ein gutes Team nicht nur von Bedeutung, nein, es ist schlicht überlebenswichtig. Neu ins Spiel einsteigen kann man nur noch in der Mainbase, bei einem mobilen Einstiegspunkt (=Really Point) oder bei Gebäuden, welche der Commander baut oder von einzelnen Squads erbauen lässt. Im schlimmsten Fall fällt der Mainbase-Einstiegspunkt je nach Map auch noch weg. Das Resultat dieser Änderungen ist ein fantastisches Zusammenspiel innerhalb eines Squads à sechs (6) Members. So muss der Squadleader immer darauf achten, dass er einen Really Point setzen kann. Dies wiederum benötigt zwei (2) Personen aus dem Squad in der Nähe des Squadleaders, ansonsten funktioniert es nicht. Geschätzt 90% der Spieler besitzen ein Headset. Das ist auch dringend nötig, denn spätestens bei der Koordinierung eines Panzers ist der Fahrer darauf angewiesen mit seinem Schützen (eng. Gunner) zu Sprechen.

Die Atmosphäre

Squadmember: “Conctact, South-West at B7. Enemy Squad in a Car spotted.”
Squadleader: “Copy! You guys in the APC, we ned support, immediately!”
APC-Driver: “Roger Squadleader, please mark enemys on Map.”
Squadleader: “Enemys marked.”
APC-Truppenpanzer fährt zur markierten Stelle und feuert gezielt die nötigen Schüsse ab.
Squadleader: “Good job APC, all enemys inclusive enemy Car down.”

Commander: “Hello Squad 2, please ask for logistics, we need a Bunker at your Position.”
Squadleader: “Can’t build banker Commander, we’re under heavy fire! We need chopper support.”
Commander: “Copy Squad 2, Squad 4 is going to support you with one chopper and a Tank.”
Squadleader: “Thank you commander. By the way, please move a second Support Truck to my position. First one is just destroyed.”
Commander: “Roger Squad 2, an engineer of Squad 1 will do it as soon as possible.”

Deckung ist wichtiger als je zuvor um zu überleben.
Die Map oben rechts gibts in v0.7 nur noch in Fahrzeugen.


Die wesentlichen Änderungen

  • Unübersehbar nach dem Einstieg in die erste Runde BF2 Reality Mod: Jedermann zielt über Kimme und Korn. Das Fadenkreuz ist unrealistisch und deshalb komplett deaktiviert worden. Des Weiteren verziehen die Waffen je nach Körperposition: Ein liegender Scharfschütze hat im Gegensatz zu einem Stehenden die bessere Zielgenauigkeit. Realistisch eben.
  • Flagge dient nicht mehr als Einstiegspunkt, stattdessen mobile ReallyPoints und Bauten des Commanders.
  • Ein Panzer benötigt mindestens zwei Spieler um effizient benutzt werden zu können. Ein Fahrer und ein Gunner. Andernfalls hat der Fahrer, nachdem er in den Geschützturm wechselt, genau 30 Sekunden zu warten bis die Kanone instand gestellt ist. Resultat: Eigener Panzer meist zerstört bevor das Geschütz benutzbar ist.
  • Grosse Änderungen bei der Waffenwahl: Es gibt ein so genanntes “Waffenkit-System”. Im Klartext heisst dies limitierte Auflagen von speziellen Waffen verfügbar bei Bunkern und ReallyPoints sowie natürlich der Mainbase. Das Resultat wiederspiegelt sich im Zusammenspiel eines jeden Squads.

Nicht jeder Kampf ist goldig

Auffallend ist die lange Spielzeit. Einige Maps spielt man bis zu vier (4) Stunden. Um hier mitzuhalten braucht man in erster Linie Zeit. Dann auch einen sympathischen Squad. Ansonsten verleidet es dem Einen oder Anderen Spieler auf Dauer. Zusätzlich braucht ein gutes Spiel einen guten Commander. Ohne Commander keinen Bunker, ohne Bunker kein Einstiegspunkt, und Einstiegspunkt keine Spieler auf dem Feld. Und wenn keine Spieler auf dem Battlefield herumtollen, dann ist die Schlacht verloren. Hier sollten sich die Entwickler eine Idee einfallen lassen, welche das nötige Übel “Commander” löst oder zumindest ausbessert.

Transporthubschrauberpiloten sind oft der Schlüssel zum Sieg
Fantastisches Wallpaper zu BF2: Reality Mod.


Selbstmordattentäter Spielbar

Damals als das Spiel GTA wegen einer “Sex-Mod” angeschwärzt wurde, da hat ganz Amerika aufgeschrieen. Dabei waren dort keine Naktszenen zu sehen, ledliglich die eingebaute “Sex-Bewegung” wurde animiert.
Im Gegensatz dazu kann ein jeder Mitspieler in Project Reality auf einer Map den Selbstmordattentäter spielen. In Autos, Motorrädern oder auch einem Truck sind Bomben platziert, welche bei Rechtsklick mitsamt dem Auto und dem eigenen Spiele-Charakter detoniert. Die Frage der Moral ist hier irrelevant! Die Szenen sind nicht bewusst so modelliert & animiert worden, dass es ein realistischer Selbstmordanschlag darstellen sollte. Es kommt tatsächlich nie das Gefühl auf, ein Selbstmordattentäter zu sein. Viel mehr ist es ein taktisches Vorgehen, um feindliche Panzer in dieser Weise abzuwehren.


Download now!

Download Mirrors: http://www.realitymod.com

Benötigt Battlefield2 Vollversion.
Die Mod besteht aus dem Core-File (1.1GB) und dem Level-File (800mb).

Dez132007

Mythos Online: 3x Betatest-Keys zu vergeben

  • Aktuell noch zu vergeben: 0 Keys!

Erstens: Wer einen (1) der drei (3) Beta-Keys möchte, der schreibt mir sofort eine eMail an “info affenschwanz schroeffu punkt ch“.
Mit diesem Key könnt ihr am geschlossenen Beta-Test teilnehmen. Sobald diese drei Keys vergeben sind werde ich das an dieser Stelle publik machen.

Charakter generieren
Feuerbälle in Action

Dankeschön hierbei an die offizielle Fanpage mythos-world.de

Mythos Online ist ursprünglich als Test der Grafikengine für Hellgate: London programmiert worden. Nun haben die Entwickler erkannt, dass dieses Spiel besser als Hellgate: London zu spielen ist. Der Charakter wird von oben gesteuert und nicht, wie in Hellgate: London, in der Ego-Perspektive. Ich hab’s vorhin angetestet und bin begeistert. Dieses Spiel erzeugt genau dieselbe Sammelsucht wie damals Diablo2. Für das angekündigte Diablo3 (drei) von Blizzard wird es hart, Mythos online zu toppen!

Dez22007

Killerspiele-Debatte: Jetzt auch in der Schweiz

Mit kopfschütteln beobachtete ich die Killerspiele-Debatte von Deutschland. Alle paar Wochen hatten da der Politiker Günther Beckstein wieder einen künstlichen Anfall und wollte die sogenannten “Killerspiele” ausnahmslos verbieten.

In der Schweiz geht’s nun auch los. Auslöser war diese traurige Gesichte von letzter Woche: In Zürich, wurde ein 16-jähriges Mädchen erschossen. Der Schütze ist 21 Jahre alt. Er war ein eingebürgerter Rekrutenschule-Absolvent und erschoss das Mädchen ohne Grund mit der Schweizer-Armeewaffe SIG 550. (Zeitungsbericht zum Mord). Diese Tatsache nutzen die Politiker nun aus, um in der Schweiz die bisher weltweit erfolglose “Killerspiel-Debatte” anzuheizen.

Killerspiel-Debatte, Bericht: 20min.ch

Schweizer Armeewaffe SIG 550

Die
Schweizer müssen das Sturmgewehr nach der Rekrutenschule zuhause
aufbewahren, dürfen im gleichen Zuge aber keine Munition besitzen (geschichtliches dazu hier).
Die Solothurner SP-Politikerin Bea Heim möchte eine “Zertifizierungsstelle”. Nunja, Frau Heim, es gibt bereits eine Zertifizierungsstelle. Nicht umsonst gibt es auf jedem Spiel einen USK-Stempel. Meiner Meinung nach werden die Spiele ganz ordentlich eingestuft und dementsprechen gekennzeichnet. Die sogenannten “Killerspiele” haben allesamt einen Ab-18-Stempel. Nun stellt sich den Politikern bestimmt die Frage, ob ein 18jähriger in der Lage ist, ein solches Spiele zu spielen - ohne aufflammende Lust für Gewalt.

Battlefield 2 ein Killerspiel?
Counterstrike ein Killerspiel?

Es ist prinzipiell nicht von Bedeutung wie alt der Spieler ist, denn schlicht gesagt, ja, Killerspiele machen gewalttätig. Den Studien entnehmend für zwei (2), höchstens 15 Minuten nach dem Spielekonsum. Während dieser Zeit ist der Spieler schneller gereizt. Gut zu Beobachten ist dieses Phoenomen bei Kindern. Nach einem Actionfilm ist es aufgedreht und möchte die gezeigten Szenen am liebsten nachspielen. Aber, ich wiederhole mich gerne, nach höchstens 15 Minuten hat sich das Kind wieder beruhigt.
Das war’s dann auch schon. Aus, Ende, nach dieser Zeit ist keine excessive Gewalt mehr vorhanden.
Übrigens: Der Amokläufer von Virginia hat im Alter von 9 Jahren Sonic gespielt. Das ist ein Kinderspiel, Genre Jump&Run. Danach hat er kein PC bzw. Computerspiel mehr angefasst. (gamestar.de)

Blogtipp: lebedeph nimmt den Blick-Bericht kritisch unter die Lupe.
Desweiteren berichten digichris und mussi über die Killerspiel-Debatte.

Auszüge aus den TalkBack - Kommentaren, 20min.ch:

“Interessant ist lediglich, das man in keinem Spiel
lernt wie man die Waffe effektiv bedient. Das lernt man in der Armee
und nicht in einem Spiel. Verbietet diese bösen Spiele, es interessiert
eh keinen, wir spielen weiter.”

Dass Jessica ihr Leben lassen musste, ist tragisch. Doch tragischer
finde ich, dass sie nun als Reiterpferd in der Politik ausgenutzt wird.
Z.B. für das Verbot der Armeewaffe von der linken Seite aus, welche
aber erst die Einbürgerung des Täters ermöglichten (-> eine Art
Selbstverschuldung)

Immer sind es die bösen Games! Erklärt mir mal: warum gibt es nach dem ach so wertvollen Fussball dauernd Schlägereien aber nach LAN Parties nie, obwohl dort die soooooooooooooooo bösen Games gespielt werden?